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Strategeme im Kampf Bürger ./. GEZ 2.0

„Wer in Frieden leben will, darf sich vor einem Krieg nicht fürchten!“, lautet ein Sprichwort und man kann dieses auch auf das Miteinander oder Gegeneinander zwischen Mensch und Mensch oder zwischen Mensch und Behörde verstehen. D.h., wer gewappnet ist, braucht sich vor nichts mehr zu fürchten, daher müssen wir etwas über das „Kämpfen“ wissen.

 Hierzu gehört u.a. das Wissen über die 36 chinesischen „Strategeme“. Strategeme sind listige Strategien, die noch aus der Zeit des berühmten Kriegsherrn Sun Tsu stammen, der vor 2.500 Jahren gelebt hat und Autor des Buches „Die Kunst des Krieges“ ist. Ich möchte zunächst mit dem Vorurteil aufräumen, dass eine List immer etwas unmoralisches sei. Ohne List haben früher die Soldaten gekämpft und sich in Reih und Glied dem Feind gegenübergestellt, der dann Soldat nach Soldat einfach umschießen konnte und umgekehrt. Das nützt wirklich niemandem!

 Die 36 Strategeme stammen aus China und da klingen auch manche etwas chinesisch. So etwa das Strategem Nr. 2 „Wei belagern um Zhao zu retten“. Aber kommen wir zu praktischen Anwendungen aus dem Alltag. Wer bereits ein paar meiner Bücher oder Artikel gelesen hat, weiß vielleicht dass ich es häufig mit der GEZ 2.0 (Beitragsservice), dem NDR oder anderen Rundfunkanstalten zu tun habe.

 Mein absolutes Lieblingsstrategem ist das Strategem Nr. 30 „Die Rolle des Gastes in die des Gastgebers umkehren“. Dieses Strategem steht für mich sozusagen über allen strategischen Überlegungen an oberster Stelle. Der Gastgeber ist nämlich der, welcher bestimmt, wo es langgeht, während der Gast erst warten muss, was der Gastgeber tut. Normalerweise ist die GEZ oder der sog. Beitragsservice der Gastgeber, der ja auch den Streit beginnt und den Bürger angreift, der wiederum in die passive Rolle des Gastes gedrängt wird.

 So läuft das normalerweise ab: Die Anstaltsjuristen verwenden das Strategem NR. 4 „Ausgeruht den erschöpften Feind erwarten“. - Kennen Sie das? Sie plagen sich mit den fiesen Schreiben des Beitragsservice herum, können nur noch schlecht schlafen und denken Tag und Nacht über die Ungerechtigkeit nach, die hier überhand nimmt. Auf der anderen Seite sitzen gut bezahlte und gegen alle Angriffe abgesicherte Juristen, die es sich bequem in ihren weichen Massagesesseln machen und sich über die verzweifelten Abwehrschreiben der Bürger wahrscheinlich auch noch lustig machen.

 Oder die Geldeintreiber wenden das Strategem Nr. 16 an, in dem es heißt „Will man etwas fangen, muss man es zunächst loslassen“. Jemand beantragt die Beitragsbefreiung und bekommt dann jahrelang keine Post mehr vom Service und auch keine Bescheide. Er denkt, alles sei in Ordnung. Nach zwei Jahren kommt aber ganz unerwartet ein Bescheid über zwei Jahre Nachzahlung. Ein Befreiungsantrag sei „nie eingegangen“ und rückwirkende Befreiung lässt das Gesetz nicht zu. Da schnappt die Falle zu: Erst wurde das Opfer losgelassen, dann gefangen!

 Wir Bürger brauchen nun das oben genannte Strategem Nr. 30, also die Umkehrung der Rollenverteilung von Gast zu Gastgeber. Dies ist natürlich nicht leicht und erfordert geeignete Strategeme, wie etwa das Strategem Nr. 15 „Den Tiger vom Berg in die Ebene locken“. Das bedeutet, den Gegner weg von seinem gewohnten Terrain locken, um ihn auf einem ganz anderen Gebiet zu attackieren, das er nicht kennt. Die GEZ2.0-Juristen kennen sich perfekt mit allen Tricks auf dem Gebiet des juristischen Vorgehens aus. Sie scheuen sich nicht, den Bürger juristisch in die Irre zu führen und auflaufen zu lassen. Das Strategem Nr. 15 (Tiger) im Zusammenhang mit dem Strategem Nr. 18 „Den Gegner durch Gefangennahme des Anführers unschädlich machen“ hat sich z.B. regelmäßig in Form einer „Offene Email“ als erfolgreich erwiesen. Hierbei wird der zuständige Sachbearbeiter einfach ignoriert und die „Offene Email“ mit den Verfehlungen der Anstalt an den Intendanten (dem „Anführer“) geschickt. Mit im Gepäck: eine hochkarätige CC-Liste im Kopf der Email mit Behördenleitern, Politikern, Menschenrechtsorganisationen u.s.w.. Der Adressat erfährt also sofort, dass wichtige Persönlichkeiten über sein fehlerhaftes Verhalten oder das seiner Anstalt unmittelbar informiert wurden. Das wirkt.

 „Aufs Dach locken, um dann die Leiter wegzuziehen“, also das Strategem Nr. 28, ist auch sehr wirkungsvoll: Ein übereifriger hamburger Polizist hatte dem NDR gemeldet, dass er ein Autoradio in meinem damaligen PKW ermittelt habe, was natürlich vollkommen inakzeptabel war. Er hätte gar nicht erst eine Halteranfrage machen dürfen und eine Zusammenarbeit zwischen Polizei und NDR bei der Dingfestmachung von Schwarzsehern und -hörern ist auch nicht im System vorgesehen, jedenfalls formal nicht. Das Formale war dem NDR aber egal. Man wollte mich unbedingt schnappen und ich bekam vom Justitiariat die Aufforderung, die Gebühren für mein angebliches „Autoradio“ zu bezahlen - mit klarem Hinweis auf diese polizeilichen Ermittlungen,. Das war natürlich ebenfalls illegal, zumal ich auch für Zeiträume belastet werden sollte, in denen ich mein Auto längst abgeschafft hatte. So eine Aufforderung zur Zahlung ist allerdings noch kein „Bescheid“, also noch kein belastender Verwaltungsakt. Ich musste nun noch etwas warten, bis die Juristen auf dem „Dach“ angekommen waren und ich reagieren konnte. Ich wartete also bis der Bescheid kam - erst da war der NDR auf dem Dach, ich konnte die Leiter wegziehen und die Sache veröffentlichen. Auch in diesem Fall kam eine „Offene Email“ an den Intendanten zum Einsatz. Da ich nun der Gastgeber war, kam es nach persönlichen Verhandlungen auf Augenhöhe zu einem guten Ende aller meiner sonstigen Verfahren.

 Natürlich kommen Strategeme auch in heftigeren Auseinandersetzungen vor. So etwa die perfide Anwendung des Strategems Nr. 34, „Die List der Selbstverstümmelung“, es wird auch das „Strategem des leidenden Fleisches“ genannt. Dabei werden insbesondere im Nahostkonflikt von einschlägiger Seite gerne Raketen und bewaffnete Kämpfer in Krankenhäusern und Kindergärten positioniert, damit möglichst viele unschuldige Opfer, am besten Kinder, dem Feind zugeschoben werden können. Auch die Weitergabe von Steinen und Flaschen an kleine Kinder, mit der Maßgabe, sie gegen Soldaten zu schmeißen, ist sehr beliebt. Das bringt „schöne“ Bilder, eine „gewogene“ Presse und viele Sympathisanten.

Dieses unwürdige Spiel funktioniert jedoch nur,  wenn auch darüber groß und breit berichtet wird, wie im öffentlich-rechtlichen Rundfunk und wenn es genügend viele Menschen gibt, die dieses Strategem nicht durchschauen oder durchschauen wollen. Ohne sie wären „menschliche Schutzschilde“ und Steine werfende Kinder nämlich sinnlos. Leider gibt es viel zu viele, die darauf reinfallen oder reinfallen wollen. Man nennt sie Gutmenschen. Das Wissen um die Strategeme ist also schon deshalb wichtig, weil sie uns lehren, die Welt in ihrer Komplexität besser zu verstehen und nicht auf üble Tricks hereinzufallen.